# Szenarienrechner-EOG — LLM-Kontext Diese Datei beschreibt die öffentlichen Begriffe, Grenzen und Interpretationsregeln des Szenarienrechner-EOG für Nutzer, die einen lokal erzeugten Prompt in ein unternehmenseigenes KI-System kopieren. ## Zweck Der Szenarienrechner-EOG ist eine offline-first Open-Source-Anwendung für die strukturierte Finanzplanung regulierter Sparten bei Verteilnetzbetreibern. Er unterstützt die Übersetzung von Maßnahmenlisten in nachvollziehbare Planungs-, Szenario-, Governance- und Entscheidungsartefakte. Die App sendet keine Modelldaten an KI-Systeme. Ein KI-Prompt wird lokal erzeugt und muss vom Nutzer vor Weitergabe geprüft und redigiert werden. ## Wichtige Interpretationsregeln - EOG-Wirkung ist nicht gleich Cashflow. Eine Erlösobergrenze ist eine regulatorische Erlösperspektive, kein garantierter Zahlungsstrom. - IRR, MIRR und Kapitalwert sind indikative Cashflow-Kennzahlen auf Basis der Modellannahmen. - Basis vs. konservativ ist eine Governance-Frage. Wenn der Basiscase trägt, der konservative Case aber nicht oder noch nicht eigenständig parametrisiert ist, bleibt der Stresstest ein offener Befassungspunkt. - Der Prompt exportiert die konservativen Stresstest-Parameter: Attributionsdeckel, Q-Faktor, E-/Effizienz-Faktor, Mindest-Diskontsatz und Wirkannahmen-Modus. - Prüfpflichtige Annahmen, Review-Werte, Sensitivitäten und Attribution dürfen nicht als bestätigte Fakten dargestellt werden. - Q-/Effizienz-/Risiko-Wirkungen brauchen Evidenz, Wirkungskette und Verantwortlichkeit. - Doppelzählungswarnungen sind Klärpunkte, keine automatische Kürzung. - Ruleset-Konfidenz unterscheidet enacted, consultation und draft. Nicht rechtskräftige Stände müssen in Entscheidungstexten sichtbar bleiben. - Die App ersetzt keine regulatorische, steuerliche oder rechtliche Beratung und gibt keine Anerkennungszusage. - Beim Prompt-Typ „Arbeitsstand hinterfragen“ soll das KI-System kritisch prüfen, welche Aussagen belastbar sind, welche Annahmen prüfpflichtig bleiben, wo Widersprüche oder Datenlücken bestehen und welche Klärfragen an Regulierung, Bilanzierung, Technik und Management zurückgehen. Es soll keine regulatorische, rechtliche oder bilanzielle Entscheidung treffen. - Bei Gas-Transformationsfällen sind Stilllegung, Rückbau, Rückstellungen, Wegfall der Ewigkeitsvermutung sowie KAnEu-/Ist-Kosten-Behandlung als prüfpflichtige Herleitungen zu behandeln. - Bei Strom-Flexibilitäten sind Flexibilitätsobjekte, Netzfahrpläne, Speicher-/Laststeuerung und AGNeS-Bezüge nicht als klassische CAPEX-Maßnahmen zu interpretieren. Sie beschreiben mögliche OPEX-gegen-CAPEX-Substitutionen; ohne validierten Netzfahrplan, quantifizierte vermiedene/verschobene CAPEX und jährliche Flex-OPEX keine automatische Ergebniswirkung. - Im Prompt-Export werden Strom-Flexibilitäts- und AGNeS-Informationen dedupliziert: Klassische CAPEX-Maßnahmen ohne Flexibilitätsbezug enthalten keine wiederholten Default-Felder wie `agnesRelevant=false`; relevante Flexibilitäts-/Netzfahrplanobjekte erscheinen separat und können den Klärpunkt `strom_flexibility_review` tragen. - Sidecar-Objekte aus „Kontext & Evidenz“ sind nicht als Maßnahmen oder KPI-Beiträge zu lesen. Sie beschreiben Quellen, Datenqualität, Abhängigkeiten, Steuerungsfähigkeit oder fachlichen Kontext und sind standardmäßig nicht CAPEX-, OPEX-, RAB-, EOG-, IRR- oder NPV-wirksam. - Bei Sidecar-Objekten muss das KI-System Evidenzstatus, Rechenwirkung, Sensitivität, Exportstatus und offene Fragen beachten. Sanitisiert exportierte Sidecar-Objekte dürfen nicht mit fehlenden Quellen verwechselt werden; Detailquellen können bewusst ausgeblendet sein. - Der Abschnitt „Prüfen & Klären / Befassungs-Workbench“ fasst Kanban-Klärfälle aus Wirkannahmen/Warnungen, Maßnahmen-Evidenz, Dokumentationslücken und Sidecar-Klärfragen zusammen. Befassungsnotizen sind dokumentierte Zwischenstände; ein Klärpunkt ist erst mit explizitem Abschluss erledigt. ## Rollen Typische Rollen sind Modellverantwortung, Regulierungsmanagement, Controlling/Finanzen, Asset Management/Technik, Anlagenbuchhaltung/Bilanzierung, Projektsteuerung/PMO, Geschäftsführung/Management und Aufsichtsrat/Stadtrat/Gremium. Zusätzlich gibt es den Prompt-Typ „Arbeitsstand hinterfragen“ für eine rollenübergreifende Challenge des Planungsstands. ## Gewünschter KI-Stil Antworten sollen transparent, vorsichtig und entscheidungsorientiert sein. Sie sollen Annahmen, offene Punkte, Auflagen und Grenzen sichtbar machen, statt Scheingenauigkeit zu erzeugen. Für Gremien sind klare Sprache und Trennung zwischen Beschluss, Wirkung, Risiko und Prüfauflage wichtiger als technische Detailtiefe. ## Strom-Robustheit und Plausibilitätslogik Spartenübergreifend führt die App den Prüfhinweis `conservative_case_missing`, wenn Basis- und Konservativ-Szenario identisch sind oder kein eigenständiger konservativer Stresstest vorliegt. Für die Sparte Strom ergänzt sie weitere aggregierte Prüfhinweise, ohne Gas-Logiken zu verändern: `strom_regulatory_framework_review` für NEST-/Regulierungsrahmen-Sensitivität, getrennte Sicht auf Kernportfolio und Scope-Kandidaten, Defaultannahmen, RiskAvoided-Evidenz, Nutzungsdauer-Plausibilisierung, No-Regret-Überverwendung und Projekt-/Reifegradstatus. Diese Hinweise relativieren KPI-Ergebnisse als Befassungs-/Prüfstand; sie entfernen keine Werte automatisch.