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TRL-6-Validierung: real-but-private Benchmarkfall

Der Szenarienrechner-EOG ist technisch als deterministischer TRL-5-Prototyp belastbar. Der Sprung zu TRL 6 entsteht nicht durch weitere UI-Funktionen, sondern durch einen kontrollierten Abgleich mit einer realen regulierten Sparte. Diese Seite beschreibt den Prozess, ohne vertrauliche Daten in das öffentliche Repository zu bringen.

Ziel der Validierung

Die Validierung beantwortet drei Fragen:

1. Bildet das Modell die interne Finanzplanungslogik eines kleinen oder mittleren VNB nachvollziehbar ab?

2. Sind Abweichungen gegenüber Wirtschaftsplan, EOG-Bescheid, Kostenprüfung oder internen Regulierungsunterlagen erklärbar?

3. Welche Modellgrenzen müssen vor produktiver Nutzung fachlich freigegeben oder bewusst als Vereinfachung akzeptiert werden?

Das Ergebnis ist keine regulatorische Anerkennungsprognose. Es ist ein fachliches Prüfprotokoll zur Eignung des Werkzeugs als Entscheidungs- und Strukturierungshilfe.

Grundsatz: privat rechnen, öffentlich nur Methodik zeigen

Kurzregel: keine vertraulichen Daten im öffentlichen Repository, keine realen Netzbetreiberbezüge in Beispielen und keine Veröffentlichung interner Bescheid-, Kostenprüfungs- oder Wirtschaftsplandetails.

Für den Benchmarkfall werden echte Daten ausschließlich lokal oder in einem geschützten Arbeitsraum verarbeitet. Im öffentlichen Repository landen nur:

Nicht veröffentlicht werden:

Benötigte Unterlagen

Unterlage Typischer Lieferant Nutzung im Benchmark Veröffentlichung
Wirtschaftsplan / Investitionsplan Controlling Budget-, CAPEX-/OPEX- und Zeitlogik prüfen nein
Maßnahmenliste / Projektsteckbriefe Asset Management / Technik Maßnahmenstruktur, Startjahr, Lebensdauer, Risiken nur synthetisch
Anlagenbuchhaltung / AfA-Informationen Anlagenbuchhaltung Aktivierung, Nutzungsdauer, HGB-Brücke nein
EOG-Bescheid / Regulierungsdaten Regulierungsmanagement Erlösobergrenze, Kapitalbasis, Verfahren, Periodenlogik nein
Kostenprüfung / interne Regulierungsunterlagen Regulierungsmanagement Anerkennungslogik und Abweichungsanalyse nein
Finanzierungsannahmen Finanzen / Treasury FK-Zins, Diskontsatz, Renditeschwelle aggregiert möglich
Gremienkalender und Beschlusslogik Geschäftsführung / Sekretariat Entscheidungsvorlage, Fristen, Freigaben generisch

Validierungsschritte

1. Scope festlegen

Eine Sparte wird ausgewählt: Strom oder Gas. Der Benchmark sollte zunächst bewusst klein sein, zum Beispiel ein Maßnahmencluster oder eine Budgetrunde, nicht das gesamte Unternehmen.

Zu dokumentieren:

2. Daten in das Modell übertragen

Die Eingaben werden aus den vertraulichen Unterlagen in ein lokales Modell überführt. Jede Annahme erhält eine Herkunft:

Unklare Werte werden nicht geschätzt, um eine grüne Ampel zu erreichen. Sie bleiben Klärpunkte.

3. Vergleichsgrößen definieren

Mindestens zu vergleichen sind:

Optional:

4. Abweichungen klassifizieren

Abweichungen werden nicht sofort als Fehler bewertet. Sie werden einer Ursache zugeordnet:

Abweichungstyp Beschreibung Folgerung
Datenqualität Wert fehlt, ist veraltet oder uneinheitlich Klärpunkt oder Datenanforderung
Modellgrenze App vereinfacht bewusst dokumentieren oder Advanced-Modus bauen
Timing Verzug zwischen Planung, Regulierung und Wirkung Wirkungsverzug prüfen
Anerkennungslogik fachliche/regulatorische Spezialfrage fachliche Freigabe erforderlich
Governance Annahme trägt Ergebnis, ist aber nicht belegt gelbe Auflage, nicht grün

5. Fachliche Freigabe

Mindestens diese Rollen sollten das Protokoll prüfen:

Eine fachliche Freigabe bedeutet nicht, dass die App eine Rechtsberatung ersetzt. Sie bedeutet: Die verwendete Modellkonvention ist für diesen Benchmark transparent, nachvollziehbar und als Entscheidungsgrundlage geeignet oder mit Einschränkungen geeignet.

Ergebnisformat

Das Ergebnis sollte in einem Validierungsprotokoll festgehalten werden. Die Vorlage liegt unter docs/templates/validation-protocol.md.

Mögliche Abschlussurteile:

Öffentliche Kommunikation

Öffentlich kommunizierbar ist nur die Methodik und eine anonymisierte Reifegrad-Aussage, zum Beispiel:

> Das Modell wurde gegen einen real-but-private Benchmarkfall geprüft. Abweichungen wurden nach Datenqualität, Timing, Modellgrenze und Anerkennungslogik klassifiziert. Vertrauliche Daten wurden nicht veröffentlicht.

Nicht öffentlich kommunizierbar sind konkrete Zahlen, echte Maßnahmen, Bescheiddetails oder interne Entscheidungen.